Scheurmann - Schraad & Partner Notare - Rechtsanwaltskanzlei

Grundstücksangelegenheiten

Immer dann, wenn Sie ein Grundstück übertragen wollen – gleichgültig ob im Wege des Verkaufs, der Schenkung oder vorweggenommener Erbfolge – muss dieser Vertrag notariell beurkundet werden. Entsprechendes gilt, wenn eine Grundschuld oder Hypothek, ein Nutzungsrecht oder eine Nutzungsbeschränkung im Grundbuch eingetragen oder gelöscht werden soll.

Kaufverträge:

Zur Vorbereitung von Grundstückskaufverträgen benötigen wir im Regelfall von Ihnen folgende Angaben bzw. Unterlagen:

  • Grundstücksbezeichnung (Grundbuchnummer bzw. Flurstücksbezeichnung) – haben Sie diese Angaben nicht greifbar, benötigen wir zumindest genaue Angaben über den derzeitigen Eigentümer und die Gemarkung, in der das Grundstück liegt


  • wenn Sie einen Grundbuchauszug besitzen, bringen Sie diesen bitte mit – Sie brauchen aber nicht extra einen Grundbuchauszug besorgen, da wir ohnehin verpflichtet sind, ins Grundbuch zu schauen


  • genaue Angaben der Vertragsparteien (mit Geburtsdaten) – bitte achten Sie auf die genaue Schreibweise (z.B. „ae“ oder „ä“ bzw. „ss“ oder „ß“), Adresse, Telefonnummer, e-mail (zum schnelleren Übersenden der Entwürfe)

  • Energieausweis - liegt er schon vor oder muss er noch erstellt werden

  • die Steuer-ID-Nummern aller Beteiligter

  • die Höhe des Kaufpreises

  • werden andere Sachen, als die, die fest mit dem Grundstück verbunden sind, mitverkauft (z.B. Kücheneinrichtung, Kellerregale, Sauna, Gartenhütte, Gewächshaus)?

  • ist das Grundstück mit einem Gebäude bebaut?

  • ist das Grundstück/Haus vermietet oder verpachtet? Wird das Mietverhältnis übernommen? Ist eine Kaution hinterlegt?

  • welche Gebäudeversicherung (Feuer, Sturm) besteht? Gesellschaft

  • ist das Haus noch vom Verkäufer bewohnt? Wann soll geräumt werden?

  • sind im Grundbuch Rechte Dritter eingetragen (Grundschulden, Dienstbarkeiten, Vorkaufsrechte o. ä.), die gelöscht bzw. übernommen werden sollen?

  • benötigt der Käufer zur Finanzierung des Kaufpreises eine Grundschuld – wenn ja, in welcher Höhe?

  • soll nur eine Teilfläche verkauft werden?

  • gibt es irgendwelche Besonderheiten (z.B. bekannte Mängel, Altlasten, noch nicht abgerechnete Erschließungs- oder Anliegerkosten)?

  • sollen für einen Nachbarn o. ä. Wegerechte oder andere Nutzungsrechte eingetragen werden?

  • stellt das verkaufte Grundstück den größten Teil des Vermögens des Verkäufers dar (ca. 80 % oder mehr) und ist er verheiratet? In diesem Fall  muss der Ehegatte dem Verkauf notariell zustimmen

  • sollen Maklerkosten übernommen werden?

Wenn im Zusammenhang mit dem Verkauf Grundschulden gelöscht werden sollen, für die sog. Grundschuldbriefe existieren, muss zur Löschung der Original-Grundschuldbrief vorgelegt werden. Sollte sich dieser weder bei der Bank noch bei Ihnen befinden, muss der Vertrag entsprechend angepasst werden. Bitte benachrichtigen Sie uns in diesen Fällen unverzüglich!

Grundstücksschenkungen / -übertragungen, vorwegge-nommene Erbfolge:

Hier benötigen wir ergänzend folgende Angaben:

  • Verwandtschaftsverhältnis zwischen den Beteiligten
  • sollen Wohn- bzw. Nutzungsrechte vorbehalten werden?
  • will sich der Übergeber einen Nießbrauch vorbehalten?
  • soll der Grundbesitz unter bestimmten Voraussetzungen wieder an den Über-geber zurückfallen?
  • soll die Übergabe auf späteres Erbe angerechnet werden?
  • sind andere Personen (z.B. andere Kinder) vorhanden, deren Rechte beein-trächtigt werden könnten und sollen diese evtl. abgefunden werden?
  • soll eventuell nicht das ganze Haus übertragen werden, sondern nur eine Wohnung (als Eigentumswohnung)?
  • wird neben dem Grundstück auch ein Betrieb übergeben?

In allen Fällen beraten wir Sie gerne über die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten.

Grundschulden:

Wird zur Absicherung eines Bankdarlehns eine Grundschuld (oder Hypothek) benötigt, muss auch diese notariell beurkundet werden (in Einzelfällen reicht die Unterschriftsbeglaubigung).

Da die Banken Wert darauf legen, dass jeweils deren eigenes Formular verwandt wird, benötigen wir dieses. Falls die Bank das Formular an Sie gibt, leiten Sie dieses bitte an uns weiter.

Beträgt die Darlehnssumme mehr als 80 % Ihres Vermögens und sind Sie verheiratet, muss Ihr Ehepartner notariell zustimmen – auch dann, wenn ausschließlich Sie Eigentümer bzw. Darlehnsnehmer sind.

Nutzungsrechte (z.B. Wegerechte o. ä):

Hier benötigen wir von Ihnen:

  • die Beschreibung dessen, was gesichert werden soll
  • die Angabe der betroffenen Grundstücke
  • die Angabe, auf welchen Grundstücksteilen die Belastung ruhen soll
  • wer sind die Beteiligten
  • sind Belastungen auf dem Grundstück vorhanden, die im Range hinter das Nutzungsrecht treten sollen – sind die Gläubiger hierzu bereit?

Wohnungseigentum:

Auch in allen Fragen des Wohnungseigentumsrechts beraten wir Sie gerne.

Bringen Sie bitte – neben den möglichst genauen – Grundstücksangaben auch Pläne der betroffenen Gebäude mit.

 

 

 
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